Spalierlinde

Die Spalierlinde gehört zu den traditionsreichsten Spalierbäumen in deutschen Gärten und Parkanlagen. Die Tilia europaea 'Pallida', auch als Kaiserlinde bekannt, überzeugt durch ihre ausgeprägte Wuchsform, ihre charakteristischen herzförmigen Blätter und ihre Robustheit gegenüber unterschiedlichen Standortbedingungen. Als Spalierbaum eignet sie sich sowohl für repräsentative Hausfassaden als auch für den strukturierten Privatgarten.

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Spalierlinde

Eigenschaften der Spalierlinde

Die Spalierlinde trägt den botanischen Namen Tilia europaea 'Pallida' und wird im Volksmund auch Kaiserlinde oder Europäische Linde genannt. Die Blätter sind hellgrün und herzförmig. Im Juni erscheinen gelblich-weiße Blüten, die Bienen und andere Bestäuber anziehen. Der Baum gedeiht an sonnigen, halbschattigen und schattigen Standorten und ist für alle Bodenarten geeignet. Die Winterhärte und Windbeständigkeit sind gut, die Wachstumsrate mittelmäßig. Die Spalierlinde ist sommergrün und verliert ihr Laub im Herbst. Der empfohlene Schneidzeitraum liegt zwischen November und Februar. Die Pflanze ist nicht giftig.

Wofür eignet sich die Spalierlinde?

Die Spalierlinde wurde historisch bei Gutshöfen und herrschaftlichen Anwesen gepflanzt, wo sie als natürlicher Wind- und Sonnenschutz diente. In modernen Gärten wird sie vor allem als Sichtschutz eingesetzt: Aufgrund ihrer dichten Belaubung im Sommer schirmt sie unerwünschte Blicke zuverlässig ab, ob entlang von Grundstücksgrenzen, vor Terrassen oder direkt vor Fenstern. Darüber hinaus verleiht das Spaliergerüst dem Baum eine klar definierte Breite und Höhe, sodass er sich auch auf schmalen Grundstücken oder in begrenzten Bereichen einsetzen lässt, ohne benachbarte Flächen zu beeinträchtigen. An Hauswänden oder entlang von Mauern gepflanzt fügt sich die Spalierlinde harmonisch in die Architektur ein und verbessert das Mikroklima im Umfeld des Gebäudes. In einer Reihe gepflanzt entsteht ein gleichmäßiges, strukturiertes Erscheinungsbild, das für Einfahrten, Gartenwege oder Terrassenbegrenzungen geeignet ist.

"Die Spalierlinde ist einer der wenigen Spalierbäume, die sowohl durch ihre Sommerwirkung als auch durch ihr Winterbild überzeugen. Die knorrigen Äste der älteren Kaiserlinde geben dem Garten auch ohne Laub eine unverwechselbare Kontur." - Gartenarchitekt und Spezialist für Spalierbäume im deutschsprachigen Raum

Wie wird eine Spalierlinde geliefert?

Spalierlinden werden mit einem fertigen Spaliergerüst geliefert. Das Gerüst misst in der Regel 1,50 Meter in der Breite und verfügt über mehrere Etagen, auf denen die Äste gleichmäßig verteilt sind. Die Gesamthöhe des Baumes ergibt sich aus der gewählten Stammhöhe zuzüglich der Höhe des Gerüstaufbaus. Die Stammhöhe wird ab der Oberkante des Wurzelballens bis zur Unterkante des Gerüsts gemessen. Für die Planung gilt daher folgende Rechnung: Stammhöhe plus Gerüsthöhe ergibt die Gesamthöhe über dem Boden. Für Terrassen und Bereiche, die regelmäßig begangen werden, empfiehlt sich eine Stammhöhe ab 180 cm. Für ruhige Gartenbereiche oder Beete sind auch niedrigere Stammhöhen gut geeignet.

Spalierlinde pflanzen: Worauf kommt es an?

Die Pflanzung der Spalierlinde